TIPPGEBER

Umfassende Informationen über "Das Angeln" könnt Ihr über diesen Link im Internet erhalten: https://de.wikipedia.org/wiki/Angeln_(Fischfang)

Teigmischungen

sind gute Köder zum Fangen von Forellen, wenn man damit klug umgeht.

Köder zum Schleppen, folgender Tipp.

Formen eines Köders ohne Teigformer:

•Entnehmen Sie etwas Teig aus dem Glas und formen Sie durch Rotieren der

hohlen Handflächen eine Teigkugel so groß wie eine kleine Kirsche.

 Versenken Sie den Haken in die Mitte der Kugel.

  Legen Sie die Kugel auf einen Handrückenknöchel und formen Sie aus ihr ein löffelähnliches Gebilde.

 Drücken Sie zum Schluss mit Daumen und Zeigefinger einen spitzen

Übergang zur Schnur.

Formen eines Teigköders mit Teigformer,

(bei uns ab 2,30 € zu kaufen)

  Formen Sie durch Rotieren der hohlen Handflächen eine Teigkugel  so groß wie eine kleine Kirsche. Jetzt auch Teigformer für Teigmaden.

  Bestreichen Sie die beiden Formmulden mit etwas Salatöl, Öl von Ölsardinen oder Bienenmadenöl etc.(bei uns erhältlich).

  Legen Sie die Kugel mit der Schnur nach oben in den Teigformer, drücken beide Hälften übereinander zusammen und fertig liegt der Köder in der Form.

In jedem Fall, wird der Köder, wenn Sie ihn durchs Wasser ziehen  bemerken, dass er dabei auffällig rotiert und damit die Forellen zum Anbeißen reizt.

Forellen sind Reflexbeißer

Forellen beißen auf alles, was sich auffällig bewegt oder ihre Neugier erweckt. Auch mit einem blanken Haken kann man gelegentlich Forellen fangen.

Meinen Beobachtungen nach ist ihre Beißfreudigkeit am häufigsten abhängig vom veränderten Luftdruck oder von ihren gewohnten Fütterungszeiten bei der Aufzucht.

Forellenposen  Bombardas oder Spirolinos

Spezielle Forellenpose für die Schleppangelei in Teichen und Seen, auch auf weite Distanz und in verschiedenen Gewässertiefen. Diese Pose sinkt langsam ab. Beim Einholen steigt sie langsam wieder auf. Der Köder erreicht somit ein absolut natürliches „Eigenleben“. Hier zu erhalten in verschiedenen Ausführungen:

Bombardas  in Serie H = Hoher Eigenauftrieb, zum Fischen kurz unter der Wasseroberfläche. Serie M = Mittlerer Eigenauftrieb, zum Angeln im Halbwasser.

Spirolinos in schwimmend, halbsinkend und sinkend in den 3, 5, 8, 10 Größen. Größe 25 ist zum Wasserauffüllen, um das Gewicht zu regulieren.

Laufposen- Silikonstopper

sind am besten geeignet, um eine Laufpose in der richtigen Stellung zu halten. Es ist oft zu beobachten, dass einige Angler dafür Schrotblei nehmen, das die Pose ungünstig schwerer macht und den unteren Teil beim Auswerfen unkontrolliert herumfliegen lässt. Bessere Wurfeigenschaften erreicht man, wenn das Schrotblei weiter unten beim Vorfach befestigt wird und die Pose durch Silikonstopper kein zusätzliches Gewicht erhält.

Posenfischen: Wer kennst das nicht, wenn an einem windigen Tag oder beim Fischen im Fluss die schwimmende Schnur einen riesigen Schnurbogen bildet, der zum einen die Pose abtreiben läßt und zum anderen den Abhieb erschwert, da man zuerst die restliche Schnur ausdem Wasser heben muss. Ein einfacher Trick um dem entgegen zu wirken ist, die Schnur vor dem Angeln auf der Rolle mit etwas Spülmittel zu behandeln. Die in dem Spülmittel befindlichen Tenside (waschaktive Substanzen) setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und lassen die Schnur sinken. Das Spülmittel löst sich selbstständig nach einiger Zeit von der Schnur.

Friedfischen allgemein: Wer erfolgreicher sein will wie seine angelnden Nachbarn, der verwendet am besten einen Dipp. Das ist eine Lösung aus verschiedenen Aromastoffen. Karpfenangler benutzen ihn schon seit langem mit großem Erfolg. Auch zum Friedfischen mit der Pose oder am Grund eignet sich Dipp hervorragend. Man taucht seine Köder einfach in das Gefäß mit dem Dipp und lässt sie längere Zeit darin ruhen. Je länger, desto länger gibt der gedippte Hakenköder nachher im Wasser das Aroma ab.

Grundangeln: Bei sehr vorsichtigen Fischen setze ich immer Tarnbleie ein, wobei das Wort Blei nicht ganz richtig ist. Zum einen verwende ich selbst kaum noch echtes Blei, da es sich hierbei um ein schwerabbaubares, für das Ökologiesystem nicht absorbierbares Schwermetall handelt. Stattdessen bin ich dazu über gegangen, normale möglichst runde Steine zu sammeln und diese dann mit einem dünnen Bohrer anzubohren. Anschließend wird mit Zweikomponentenkleber ein Tönnchenwirbel in das gebohrte Loch geklebt. Fertig ist unser Tarnblei made by nature. Unauffälliger geht’s nicht. Wer nicht ohne Blei auskommt kann sein Blei trotzdem tarnen. Dazu nimmt er einfach durchsichtiges Silikon (gibt’s im Baumarkt in Kartuschen zu kaufen) und reibt sein Blei damit ein. Danach legt er das Blei und Sand ein und „paniert“ es damit. Es dauert natürlich etwas bis das Silikon getrocknet ist, dafür hat der Angler dann ein perfekt getarntes Blei.

Würmer-Doping: Würmer haben die unangenehme Eigenschaft sehr schnell das zeitliche zu segnen bzw. sie hängen nur schlapp am Haken und bewegen sich nicht. Dem kann man entgegenwirken indem man unter die Erde, in der man die Würmer hältert, etwas Kaffeesatz gibt. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden und die Würmer sind danach fit wie Nachbars Lumpi. 

Fotografie: Viele wollen ein schönes Foto von ihrem Fang haben.  Hier einige Tipps die man beachte sollte, um gute Fotoergebnisse zu erzielen. Wollt ihr dass der Fang größer wirkt, dann hebt ihn einfach in Richtung Kamera. Am besten mit ausgestreckten Armen. Das ist vor allem für die etwas größeren Personen wichtig, da selbst ein 20 Pfünder vor einer 1,90 m Person klein wirkt. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Licht. Hier ist zu beachten, dass die Sonne nie hinter dem Fänger ist, da sonst die Kamera die falsche Belichtungsautomatik wählt und das Foto viel zu dunkel wird. Am besten ist´s wenn die Sonne dem Fänger von vorne oder von der Seite bestrahlt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Hintergrund. Profis wählen meist die „grüne Mauer“ was so viel heißt wie grüne Vegetation als Hintergrund. Hierbei ist zu beachten das der Hintergrund nicht zu belebt wirkt, also keine Kühe die rumlaufen oder eine Schnellstraße als Hintergrund. Um die gefürchteten roten Augen zu vermeiden muss man drauf achten, dass der Blitz nicht auf Augenhöhe ausgelöst wird. 

Fliegenrutenangeln - Flugangeln -

Das Fliegenfischen mit der Trockenfliege ist die schönste Variante der Fliegenfischerei. Man erkennt einen Fisch im Wasser, wirft eine Fliege vor ihn, er kommt hoch und nimmt die Fliege dann Anschlag. Alles spielt sich direkt vor unseren Augen ab, man kann es sehen und sich freuen. Außerdem ist es sehr erfolgreich. Eine Trockenfliege schwimmt auf der Wasseroberfläche, genauso wie eine ins Wasser gefallene Stubenfliege. Der Angler lässt sie gezielt auf den Fisch zutreiben, oder er fischt auf „Verdacht". Der Fisch, z.B. eine Forelle, erkennt in diesem Gebilde aus Haken, Seide und Federn eine natürliche Fliege. Die möchte er fressen, steigt zur Oberfläche und beißt zu.

Hier ein Überblick:

· Kurze Wurfdistanzen, z. B. kleine Bäche etc. AFTMA- Klasse 1 bis 4 (unter 4 wird in der Praxis kaum verwendet)

· Mittlere Wurfdistanzen, z. B. mittlere Bäche, Seen, Talsperren etc. (Forelle, Äsche, Saiblinge etc.), ATFMA- Klasse 5 bis 8.

· Weite Wurfdistanzen und schwere Angelei (Huchen, Lachs, See- und Meeresforelle, Großsaiblinge etc.), AFTMA- Klasse 9 bis 12.

· Bis AFTMA- Klasse 8 handelt es sich um Einhand-Ruten, darüber um Zweihand-Ruten (sogenannte Lachsruten). Darüber hinaus gibt  es für das extreme Spezialistentum spezielle Ausrüstung für Meeresgroßfische.

· Der Anfänger kommt mit einer Gerätezusammenstellung der Klasse    5 bis 7 gut zurecht und wird später für spezielle Vorhaben die  Ausrüstung ergänzen.

  2. Flugschnüre

· Die richtige Flugschnur ist entscheidend für den Erfolg. Beim Fliegenfischen ist das Wurfgewicht das Gewicht der Schnur. Das Schnurgewicht wird angegeben in grain, 1 grain = 0.065 Gramm. Gewogen werden bei Fliegenschnüren die ersten 30 feet = ft, 1 ft entspricht 0.305 Meter / 30 ft = 9,15 Meter. Auch bei den  Flugschnüren dominiert die englische Sprache.

· Trockenschnüre schwimmen auf der Wasseroberfläche und halten entsprechend die Trockenfliege ebenfalls oben. Die englische Bezeichnung dafür ist „floating" = schwimmend, der Kennbuchstabe dieser Schnüre ist „F".

· Nassschnüre sinken, je nach Typ, schneller oder langsamer ab und ermöglichen eine Köderführung unterhalb der Wasseroberfläche bis mehrere Meter Tiefe. Die englische Bezeichnung dafür ist „sinking" = sinkend, der Kennbuchstabe ist „S".

· Trockenschnüre mit sinkender Spitze. Die Hauptschnur schwimmt auf dem Wasser, die Schnurspitze ist sinkend. Die englische Bezeichnung ist „floating / sinking = schwimmend/ sinkend.            Die Kennbuchstaben sind „FS".

· Weitere Kennbuchstaben bei der Schnurbezeichnung und ihre Bedeutung:

· L = „Lavel" (parallel). Die Schnur hat einen gleichmäßigen Durchmesser über die gesamte Länge.

· DT = „Double Taper" (doppelt verjüngt). Die Flugschnur verjüngt sich zur Spitze hin und zur Rolle hin. Der Mittelteil ist parallel.

· WF = „Weight Forward" (Keulenform oder Torpedoschnur). Die Schnur wird zur Spitze hin stärker. Wörtliche Übersetzung: „Gewicht vorne".

· Nachschnur = „Backline oder backing". Bei der Nachschnur oder Füllschnur handelt es sich um eine „monofile oder multifile" Schnur. Die Schnur sollte 0,25 bis 0,40 mm stark und ca. 50 bis 100 m lang sein. Die Nachschnur ermöglicht den Drill eines großen Fisches, bei bereits voll ausgezogener Flugschnur.

 

Gewichtsklasse 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
grains 60 80 100 120 140 160 185 210 240 280 330 380
In Gramm 3,9 5,2 6,5 7,8 9,1 10,4 12,0 13,6 15,6 18,2 21,4 24,7

 

  •  Es sollte immer das Wurfgewicht der Flugrute und das Schnurgewicht der Flugschnur der gleichen AFTMA- Klasse entsprechen.
  •  3. Fliegen-Vorfächer
  •   Fliegenvorfächer bestehen aus Kunststoff und gehören zu den Monofilvorfächern. Die normale Vorfachlänge beträgt ca. 2,20 bis 2,70 Meter = Rutenlänge. Fliegenvorfächer sind zur Spitze hin einseitig verjüngt. Die Verjüngung bewirkt, dass der Köder auf dem Wasser weich aufsetzt. Fliegenvorfächer tragen die Bezeichnungen 0x, 1x, 2x, bis 7x. Angegeben wird hierdurch der Durchmesser an der Spitze (das ist immer der dünnste Teil) und Schlaufe (das ist immer der stärkste Durchmesser).
Bezeichnung  Spitzen Ø 
Schlaufen Ø 
0x 0,26 mm 0,52 mm
1x 0,24 mm 0,48 mm
2x 0,22 mm 0,44 mm
3x 0,20 mm 0,4 mm
4x 0,18 mm 0,36 mm
5x 0,16 mm 0,32 mm
6x 0,14 mm 0,28 mm
7x 0,12 mm 0,24 mm
  • Die Vorfachlänge wird angegeben in Yards = 1 Yard = 0,914 Meter. Wie bei den Fliegenschnüren unterscheidet man auch bei den Fliegenvorfächern zwischen Trockenfliegenvorfach und Nassfliegenvorfach.
  • Es wird angeboten: z.B.

(A) Trocken

 

Stärke 2x, 2 ½ Yards

(B) Nass

 

Stärke 3x, 2 ½ Yards

(C) Nass

 

Mit 2 Springern Stärke 3x, 2 ½ Yards


  •  (C) = Nassfliegenvorfach, Spitzen Ø = 0,20 mm, Schlaufen Ø = 0,40mm, 2 ½ Yards ist die Länge von 2,285 Meter. Springer bedeutet zusätzlich am Vorfach angebundene Fliegen.
  •  4. Kunst- Fliegen Kunstfliegen werden fertig gebunden als Sortimente bei uns angeboten. Erfahrene Fliegenfischer binden sich ihre Fliegen selbst. Anleitungen bieten wir in Buchform an. Man fischt immer mit den Fliegen, nach denen die Fische gerade steigen.
  •  Trockenfliegen täuschen befruchtete Weibchen bei der Eiablage vor, die auf der Wasseroberfläche auftippen und sogar kleine Ringe entstehen lasse, auch wenn sich die Fliegen auf der Oberfläche ausruhen, üben diese auf die Fische einen unwiderstehlichen Reiz aus. Die wichtigsten Trockenfliegen, die man das ganze Jahr über einsetzen kann, sind Goldfliege, Märzbraune, Hexe, Palmer,  Steinfliege, Maifliege, Rote und Schwarze Ameise und Roter Kiel. Eine Forelle hat eine besondere Vorliebe für nahrhafte Köcherfliegen. Diese Fliegen kommen oft meist bei Sonnenuntergang aus den Uferbüschen und legen ihre Eier im Wasser ab. Der Forellenfischer mit einer Sedge, einer nachgebundenen Köcherfliege, wird dann gute Erfolge haben.
  •  Nassfliegen täuschen Insekten vor, die zum Grund gesunken sind,  oder an den Steinen haften. Diesen entschlüpfen eines Tages die Larve. Sie ist den Fischen eine willkommene Beute, wenn sie selbst fressend am Grunde herum kriecht, oder schon wieder auf dem Weg nach oben ist, um ihre Hülle zu sprengen, damit sie dann als fertiges Insekt von dannen schwirren kann. Manchmal wird der Raubinstinkt gerade dadurch angesprochen, dass die Fliege vor dem Fisch durchs Wasser „flieht" (Reizfliege) oder wie eine aufsteigende Nymphe (Trugfliege) durch eine leichte Bewegung der Rutenspitze angehoben wird. Es gibt einige Gewässer, die man  erst einmal erforschen sollte. Dabei spielt die Jahreszeit, in der die Insekten vorkommen, eine wichtige Rolle. Das einfachste ist, man untersucht den Mageninhalt eines gefangenen Fisches oder ziehe mit einem feinen Netz durch das Wasser, so wird man schnell herausbekommen, welches Nahrungsangebot das Wasser z. Zt. hat. Ist es ein Fließgewässer, wo das Wasser noch gut ist, da ist z.B. der Bachflohkrebs stark vertreten. Machen Sie sich mal die Mühe, untersuchen Sie mal das Wasser, heben Sie mal einen Stein an, der unter dem Wasser liegt, Sie werden sich wundern, wie viel Kleintiere  da zum Vorschein kommen.
  •  Streamer ist eine ziemlich große, meist sehr bunte Nassfliege, die überwiegend gezogen gefischt wird. Der Streamer wird von unseren Raubfischen genommen, weil er ein kleines Buntfischchen imitieren  soll. Barsche, Hechte, Zander und andere fallen auf diesen Köder rein. Die Auswahl der Streamer, auch Reizfliegen genannt, ist groß. Mit Streamern können wir in jeden stehenden wie fließenden Gewässern fischen. Bei dieser Art des Fischens handelt es sich meistens um ein suchen nach dem Fisch. Es werden fangverdächtige Stellen oder bekannte Standplätze der genannten Arten abgeangelt. Im Großen und Ganzen ähnelt die Streamerfischerei dem Spinnfischen. Das Gerät sollte schon dementsprechend gut sein. Das Vorfach mindestens 0,30 er haben.
  • Am Fluss werfen Sie die Fliege etwas schräg stromab, lassen sie    unter leichten Wippen der Rutenspitze herumtreiben, bis sie sich unterhalb von unserem Standpunkt befindet. Auch im stillen, stehenden Gewässer, werfen wir die Fliege so weit wie möglich hinaus und ziehen sie wahlweise zügig oder mit mäßigen Tempo, gelegentlich mit kleinen Rucken wieder ran. Versuchen Sie es erst einmal mit einer sinkenden Schnur. Lassen sie dem Streamer genügend Zeit, um auf die gewünschte Tiefe abzusinken. Der  Streamer muss, um zu fangen, in der richtigen Tiefe schwimmen und sich natürlich benehmen. Jeder Streamer bewegt sich im Wasser anders, daher sollte man zunächst einen Test in Sichtweite   vornehmen und feststellen, durch welche Art und Geschwindigkeit der Köder „Leben bekommt".

 Trockenfliegen

Januar - März April Mai
Goldfliege, Märzbraune und Roter Kiel Goldfliege, Märzbraune, Olivefarbene Roter Kiel und Hexe Goldfliege, Märzbraune, Olivefarbene Roter Kiel, Hexe, Steinfliegen und Maifliegen
Juni Juli August
Wie im Mai, dazu Hardys Favorite, Kutscher, Behmfliegen, Palmer, Braune Köcherfliege und Blaue Eintagsfliege Wie im Mai und Juni, dazu Grenwells Ruhn, Roter Palmer, Stahlblaue, Tricolore und Jungle-Cock Sedge Goldfliege, Märzbraune, Hexe, Roter Kiel, Palmer, Jungle-Cock Sedge, Tricolore und Rote + Schwarze Ameise
September Oktober - November November - Dezember
Wie August, dazu Stahlblaue Goldfliege, Märzbraune, Rote + Schwarze Ameise, Stahlblaue, Jungle-Cock Sedge und Hexe Goldfliege, Märzbraune, Hexe und Zulu

 Nassfliegen

Januar - März April Mai
Märzbraune, Hardys Favorite, Palmer und Alexandra Märzbraune, Hardys Favorite, Hasenohrfliege, Steinfliege und Alexandra Märzbraune, Hardys Favorite, Hasenohrfliege, Steinfliege, Weiße Motte, Zulu und Alexandra
Juni Juli August
Märzbraune, Hardys Favorite, Kutscher, Palmer, Alexandra, Käferfliege, Weiße Motte und Königskutscher wie Juni wie Juni
September Oktober - November November - Dezember
Märzbraune, Greenwells Ruhm, Palmer, Rote + Schwarze Ameise, Kutscher, Weiße Motte und Alexandra Märzbraune, Palmer, Rote + Schwarze Ameise, Weiße Motte und Alexandra wie Januar bis März


Kunstköder- Welche Farbe ist die Beste? Die Zahl der Muster und Farben von Ködern ist unübersehbar. Welche Farben soll man für welche Verhältnisse wählen?

Im Wasser sehen Farben anders aus als in der Luft, denn das Wasser schluckt bestimmte Lichtwellen, insbesondere kurzwelliges Licht im ultravioletten und langwelliges Licht im Rotbereich. Ein roter Kunstköder sieht in etwa drei Meter Tiefe schon schwarz aus. Gelb und grün werden nicht so stark geschluckt und sind auch in 10 Meter Tiefe noch als Farbe zu erkennen.

Da Fische Farben erkennen können, sollte man sich bei Farbwahl auf die befischte Tiefe einstellen.

Wichtig für die Wahl der Köderfarben ist auch die Sichtigkeit des Wassers, die sowohl von der Trübung als auch von den Lichtverhältnissen außerhalb des Wassers abhängt. Bei klarem Wasser und hellem Licht (Sonnenschein) sind mattglänzende messing- oder kupferfarbene Köder angebracht. Bei bedecktem  Wetter und angetrübtem Wasser bewähren sich chromfarbige  blitzende und perlmuttfarbig blinkende Kunstköder.

Aber nicht alleine die Farbe ist für den Fangerfolg wichtig.  Denn mehr noch als auf das Auge verlassen sich die Räuber beim Orten ihrer Beute auf die Seitenlinien und das Innenohr. Mit diesen Organen werden Bewegungen und Geräusche in Form von Schwingungen wahrgenommen. Dabei sind die Bewegungsschwingungen, die von einem verletzten Fisch ausgehen, deutlich von denen eines gesunden freischwimmenden Fisches zu unterscheiden. Die Kunstköder imitieren in der Regel verletzte Fische. Da verletzte Fische für die Räuber eine leichtere Beute sind als gesunde, reagieren sie auf die Schwingungssignale von Kunstködern besonders gut.

Die Fangchancen des Kunstköders hängen sehr stark von der Einholgeschwindigkeit ab. Ob es sich um einen Wobbler, Spinner, Blinker oder Streamer handelt, ist im Prinzip egal. Dies zeigt sich vor allem, wenn die Passivität des Raubfisches durch die niedrige Temperatur des Wassers im Winter größer wird. Die Theorie, dass   mit lebendem Köder fischende Angler mehr und größere Hechte fangen, hat wohl damit zu tun. Sie fischen langsam und bleiben länger an einem Platz stehen. Und natürlich fischen sie auch nicht selbst:   Der Köderfisch, behindert durch die Leine und den Haken, lockt viel mehr den Raubfisch. Durch die Behinderung ist der Köderfisch eine einfache Beute, auch für große Hechte. Große  Hechte verschwenden bestimmt keine Energie und geben sich       nicht viel Mühe, wenn sie nicht sicher sind, dass sie die Beute bekommen werden. Der Streamer, der mit der Hand, das heißt ohne Mithilfe der Rolle eingeholt wird, ermöglicht durch sein geringes Eigengewicht eine extrem langsame Führung. Zumindest      in diesem Punkt ist er allen anderen Kunstködern haushoch  überlegen. Streamerfischen bringt also garantiert gute Resultate.

Nymphen fangen im Gegensatz das ganze Jahr über. Sie ermöglichen das Fliegenfischen selbst dann, wenn keine Insekten auf dem  Wasser sind, die Fische also nicht steigen, so z.B. auf Äschen und andere Friedfische im Winter oder auf Forellen im Sommer tagsüber, wenn nichts steigt. Zudem werden mit Nymphen auch diejenigen größeren Fische gefangen, die gar nicht oder nur selten Oberflächennahrung aufnehmen. Bedenkt man, dass die Beutefische des Fliegenfischers mindestens 66 % ihrer Insektennahrung unter Wasser aufnehmen, so bleibt unverständlich, dass 75 % der Fliegenfischer nichts oder nur wenig mit der Nymphe anzufangen wissen.

Der Nymphenfischer sucht den Fisch, der am Grunde stehend auf schwimmende Nymphen lauert. Beschwerte Nymphen sind erforderlich, die auf „fängige“ Tiefe absinken; das Vorfach muss 2,3 bis 3,0 Meter, im Extremfall 3,5 Meter lang sein (feine Vorfachspitze 1 m), wenn die Nymphe absinken soll. Spülmittel dienen zum Entfetten des Vorfachs. 

  •  5. ABC des Fliegenfischens  Der noch um die Jahrhundertwende starke Einfluss Englands auf die Fachausdrücke des Fliegenfischers ist heute nur noch in einigen eingedeutschten oder nicht mehr als fremd empfundenen Ausdrücken wie Streamer oder Palmer spürbar. Im Wortschatz des Fliegenbinders ist aber der englische bzw. amerikanische Ursprung vieler Fachausdrücke noch erkennbar.

Abendsprung: das oft nach Sonnenuntergang eingesetzte Steigen (Aufgehen) der Salmoniden nach Insekten.

AFTM: die 1933 von der AFTMA, einer Organisation amerikanischer Gerätehersteller, eingeführte und weltweit übernommene Standard-Maßbezeichnung für Fliegenschnüre.

anbieten: einem ausgemachten oder vermuteten Fisch die Fliege servieren.

Anflugnahrung: Insekten, die außerhalb des Wassers geboren sind und zufällig auf die Wasseroberfläche fallen. z.B. Käfer, Heuschrecken, geflügelte Ameisen, Bienen, Wespen und Kuhmistfliegen.

aufgeben: der Fisch geht nach Insekten auf, die an der Oberfläche treiben. Gleichbedeutend mit „steigen".

aufsetzen: die (Trocken) Fliege auf den Wasserspiegel fallen lassen.

Augen: die roten Punkte der Bachforelle.

Backing oder Backline (engl.):Nach- oder Füllschnur (siehe dort).

Balg: siehe Skalp.

Bauch: dickster Teil der Keulen- oder Torpedoschnur ( siehe d.).

binden: das Herstellen einer künstlichen Fliege.

Bogenwurf: die Schnur so auf das Wasser legen, dass ein Bogen entsteht, auf den die Strömung drückt. Dadurch wird zunächst ein furchen der Fliege vermieden.

bulging (engl.): wörtlich Ausbuchtung, Schwall; entsteht, wenn ein aufgehender Fisch mit dem ganzen Körper die Oberfläche berührt.

Karbonfiber: neuartiges, extrem leichtes und belastbares Material aus Kohlefaser zur Herstellung von Angelruten.

Cast connector (engl.): Plastiköse zur Verbindung von Fliegenschnur und Vorfach. Gleitet leichter durch die Ringe der Rute.

dreggen: (vom engl. drag = schleppen): die Fliege dreggt (furcht), wenn sie beim Abtreiben durch das Vorfach behindert wird und einen „Stau" bildet.

Dubbing (engl.): Körpermaterial für künstliche Fliegen, das an den Bindfaden angesponnen wird, meist Flusen aus Tierfellen oder Kunststoffmaterial, z.B. Polypropylen

Ephemeriden: Eintagsfliegen.

Fahne: die Rückenflosse der Äsche.

Federangel oder Federeisl: Bezeichnung der künstlichen Fliege in einigen Alpengegenden.

Fliege: Sammelbezeichnung für alle künstlichen Fliegen. Die Fliege wird trocken, ertränkt, halbnass, nass, versunken oder gezogen gefischt oder geführt.

Flugangel: seltener für Fliegenfischer gebraucht.

furchen: siehe „dreggen".

Gespließte: Fliegenrute, die aus 6, selten 8 Spießen zusammengeleimt ist. Heute weitgehend von Hohlglas- und Kohlefaserruten abgelöst.

Grilse (engl.): zum ersten Mal vom Meer aufsteigender, bis ca. 2 kg schwerer Junglachs.

Hecheln: feinste, hauptsächlich vom Hals des Haushahns oder verschiedener Wildgeflügel entnommene Federn, deren Fibern die Beine und Körper von Fliegen imitieren. Nassfliegenhaben nur noch wenige lange und weiche Hecheln, während die Trockenfliegen zahlreiche harte „Schwimmhecheln" aufweisen.

Imago (lat.): die fertig entwickelte, vom Angler „Spinner" genannte Eintagsfliege.

Keel- (engl.) oder Kielfliege: Fliegenmuster mit aufwärts gerichtetem Hakenbogen.

Kelt (engl.): abgelaichter Lachs, der, oft in der Strömung treibend, ins Meer zurückwandert.

Keulen- oder Torpedoschnur: Fliegenschnur mit keulenartiger Verdickung im vorderen Teil, die weite Würfe ermöglicht.

knüpfen: die einzelnen Teile des (verjüngten) Vorfachs durch Knoten miteinander verbinden.

Köcherfliegen: auch Seggen (engl. Sedge) genannt. Vierflügelige, mottenähnliche Insekten ohne Schwanzfäden.

Kreuzen: das oft im Zickzack stromaufwärts erfolgende Absuche der Oberfläche nach Insekten durch Regenbogenforellen.

Kurzsteigen: Aufgehen der Forellen nach Fliegen, ohne sie jedoch zu nehmen.

Lachsfliegen: große künstliche Phantasiefliege zum Fang von Lachsen.

Leer- oder Luftwurf: Wurf mit der Fliege, ohne sie auf den Wasserspiegel aufzusetzen. Dient zum Verlängern der Schnur und zum Trocknen der Fliege.

mending the line (engl.): Verbesserung der Schnurlage, um ein natürliches abtreiben der Fliege zu erzielen. (siehe Bogenwurf)

Nach- oder Füllschnur: die unter der Wurfschnur auf die Rolle angebrachte Schnurreserve aus Monofil.

Nymphe: Insekt im Entwicklungsstadium der Larve; lebt im Wasser und ist eine gegehrte Beute der meisten Fische.

nymphen: das Jagen der Forellen nach Nymphen.

Palmer (engl.): künstliche Nachbildungen von Raupen, Käfern, Hummeln. Wird mit dichten Hecheln, die über den ganzen Hakenschenkel verteilt sind, gebunden.

Parr (engl.): Junglachs im ersten Lebensabschnitt (im Süßwasser).

Ring: bildet sich an der Oberfläche beim Steigen eines Fisches.

Rollwurf: Spezialwurf beim Fliegenfischen, wenn Hindernisse im Rücken einen normalen Vorschwung nicht erlauben.

Rückschwung: die ausholende, sich an den Vorschwung anschließende Phase beim Wurf mit der Fliege.

Schießenlassen: „Trick" zur Erzielung größerer Wurfweiten: Im letzten Augenblick des Vorschwungs gibt die linke Hand Schnur frei.

Schlangenwurf: die Schnur zur Vermeidung des Furchens in Schlangenwindungen auf das Wasser ablegen.

Schwimmfett: Fett (oder Spray), mit dem Trockenfliegen, Schnüre oder Vorfächer schwimmfähig gemacht bzw. gehalten werden können.

Schwimmschnur: Schnur zum Fliegenfischen, die durch den Einschluss feinster Luftbläschen schwimmfähig gemacht wurde. Gebräuchlichste Schnurart nicht nur zum Trockenfliegenfischen.

Shooting head (engl.): zu deutsch Schusskopf. Spezielle Form der Keulenschnur zum Erzielen extremer Wurfweiten.

side cast )engl.):Seitenwurf: waagerecht etwa in Schulterhöhe ausgeführter Wurf, wenn ein Überkopfwurf nicht möglich ist.

Sinkschnur:nichtschwimmende Schnur zum Nassfliegen- und Nymphenfischen. Es gibt unterschiedlich schnell absinkende Schnüre für verschieden tiefe Gewässer.

Skalp: Hahnenbalg zum Binden von Trockenfliegen. Ein guter Skalp enthält zahlreiche steife und kurzfibrige Federn in unterschiedlichen Längen. Gute naturfarbene Skalps sind knapp und teuer.

Smolt (engl.): ins Meer abwandernder Junglachs.

Spent (engl.):abgestorbene Eintagsfliege, die durch Muster mit ausgebreiteten Flügeln imitiert wird.

Spinner: die fertig entwickelte Eintagsfliege (Imago).

Spitze: der vorderste (dünnste) Teil des Fliegenvorfachs.

Spließen: das aus der Rinde des Tonkinrohrs in dreieckiger Form herausgeschnittene Material zur Herstellung gespließter Ruten.

Springer: oberhalb des Streckers angebrachte Fliege am Vorfach.

Sprock: auch Strohwurm genannt; Larve der Köcherfliege, die sich im Wasser häufig phantasievoll tarnt.

Steigen: das Aufgehen des Fisches nach Insekten.

Streamer (engl.): Imitation eines (Brut)- Fischchens mit langen, im Wasser spielenden Federfahnen.

Strecker: Endfliege am Vorfach, wenn mit mehreren Nassfliegen gefischt wird.

Subimago (lat.): Entwicklungsstadium der Eintagsfliege zwischen Nymphe und fertigem Insekt.

Timing (engl.): Streckpause, in der sich die Leine zwischen Rückschwung und Vorschwung gerade streckt.

Überkopfwurf: der „normale" Wurf beim Fliegenfischen.

verjüngen: spitz zulaufende Schnüre oder Vorfächer nennt man verjüngt.

Vorfach: Nylonschnur von mindestens 2 m

Länge zwischen Fliegenschnur und Fliege.

Watkescher: kurzer Spezialkescher, der an einem dehnbaren Band um den Körper getragen wird.

Whip finisher (engl.): Spezialgerät zum Knüpfen des Abschlussknotens beim Fliegenbinden.

 

 

Freizeit- Angelteiche Beverstedt, Juli 2006


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